Die eigene Immobilie - auch eine Art der Vorsorge
In den eigenen vier Wänden wohnen oder eine eigene Immobilie in Vermietung - ganz selbstverständlich ist auch das für viele Menschen ein Weg der Vorsorge. Die einen wohnen im Alter mietfrei, die anderen haben regelmäßige Mieteinnahmen als zusätzliches Finanzpolster. Daran gibt es nichts zu bemängeln ... WENN...
... ja wenn nicht vergessen wird, dass eine Immobilie zwar ein wichtiger Sachwert ist, aber im Regelfall eher zu den nicht liquiden Geldanlagen gehört. Natürlich kann sie bei akutem Geldbedarf verkauft werden - aber dafür hat der Häuslebauer nicht viele Jahre gespart und abbezahlt. Nicht sicher ist zudem, ob der Preis bei Verkaufsdruck auch die Kosten deckt (z.B. die Darlehensrestschuld).
Leider stelle ich in meinen Gesprächen immer wieder (und eher zunehmend) fest, dass zwar eine oder sogar mehrere Immobilien vorhanden (und z.T. abbezahlt) sind, dass aber zu wenig “flüssige” Geldmittel zur Verfügung stehen (denn: Von der Immobilie kann man nicht “abbeißen”). Oft ist dann festzustellen, dass die ganzen Ersparnisse in den Kauf der Immobilie und die Tilgung des Darlehens geflossen sind, aber nicht einmal eine Lebens- oder Rentenversicherung zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass viele Eigentümer die laufenden Unterhaltskosten einer Immobilie unterschätzen (Stichwort “Krankenversicherung fürs Haus”).
Deshalb ist es auch für Häuslebauer ratsam und sinnvoll, wie bei jeder Kapitalanlage nicht alles auf ein Pferd zu setzen und die Spargroschen breiter anzulegen. Einen interessanten Artikel dazu fand ich dazu in der FAZ vom 11.10.2010 >>> hier lesen.

Letztes Site-Update: 23. April 2012

